Energieausweis

Energieausweise für Wohn- und NichtwohngebäudeDer Energieverbrauch unter der Lupe
Der Energieausweis ist ein Dokument, welches die energetische Qualität eines Gebäudes bewertet.

Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude entweder auf der Grundlage des gemessenen Energieverbrauchs oder des berechneten Energiebedarfs erstellt werden.


Der Energieausweis auf Verbrauchsbasis (einfacher Nachweis) wird auf Grundlage des Energieverbrauchs des Gebäudes der letzten drei Jahre erstellt. Dazu müssen natürlich entsprechende Verbrauchsdaten vorliegen. Das Ergebnis ist stark vom Nutzerverhalten in diesem Zeitraum abhängig.

Der Energieausweis auf Bedarfsbasis berechnet den Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Größe, der verwendeten Baumaterialien und der Anlagentechnik unter Normbedingungen (aufwendiger Nachweis).

Grafik_Energieausweis_dena_Bedarf_Verbrauch
Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Für bestehende Gebäude muss bei Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder Leasing eines Gebäudes dem Interessenten ein Energieausweis zugänglich gemacht werden (für Wohngebäude seit dem 1. Januar 2009 Pflicht und für Nichtwohngebäude seit dem 1. Juli 2009). Ausgenommen hiervon sind unter Denkmalschutz stehende Gebäude.

Einen Bedarfsausweis (aufwendiger Nachweis) braucht man für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde. Es sei denn, beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht. In einem solchen Fall ist auch ein Verbrauchsausweis (einfacher Nachweis) zulässig.

Für einen Verbrauchsausweis müssen natürlich belegbare Verbrauchswerte der letzten drei Jahre vorliegen.

Für alle anderen Bestandsgebäude, auch für kleine Nichtwohngebäude besteht Wahlfreiheit.

Für Neubauten sind grundsätzlich Bedarfsausweise vorgeschrieben.

Energieausweise haben eine Gültigkeitsdauer von 10 Jahren.


Check Mark
Wir erstellen Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude nach Verbrauch oder Bedarf.

 


       
Aktuelles

Deutsche Wärmekonferenz: geea-Sprecher Kuhlmann wirbt für Wärmewende

Auf der Deutschen Wärmekonferenz am Dienstag in Berlin hat Andreas Kuhlmann, Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), dringend notwendige Maßnahmen für die Energiewende im Gebäudebereich skizziert: Um die Wärmewende endlich in Schwung zu bringen, brauche es so schnell wie möglich neue Anreize für die energetische Sanierung, vor allem mittels einer gut ausgestatteten steuerlichen Förderkomponente. Außerdem sollten ein neues Energiegesetz rasch auf den Weg gebracht und die Energieberatung deutlich gestärkt werden.

Erste Energieausweise älterer Wohnhäuser werden dieses Jahr ungültig

Die ersten Energieausweise für ältere Wohngebäude werden Mitte des Jahres ungültig. Sie haben eine Laufzeit von zehn Jahren und sind ab Juli 2008 für Häuser mit einem Baujahr vor 1966 ausgestellt worden. Hauseigentümer der betroffenen Gebäude müssen aber nur einen aktuellen Energieausweis vorlegen, wenn sie ihr Haus in naher Zukunft verkaufen, vermieten oder verpachten wollen.

Stillstand bei energetischer Gebäudesanierung überwinden

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